Annette Streyl, o.T. (nach Hans Holbein d.J.), 2023, Kalksandstein, 24 × 10 × 8 cm
Die sommer.frische.kunst. richtet im Sommer 2026 ihren Blick ganz bewusst nach vorn: Auf neue künstlerische Räume, neue Begegnungen und ein Programm, das Bad Gastein erneut zu einer außergewöhnlichen Bühne für zeitgenössische Kunst macht. Ein starkes Zeichen für diesen Aufbruch setzt dabei unter anderem das internationale Artist-in-Residence-Programm im Kraftwerk, begleitet von einer hochkarätig besetzten Jury und mit klarem Blick auf die weitere internationale Entwicklung der sommer.frische.kunst. unter der Leitung der Festivaldirektorin Andrea von Goetz.
Das ehemalige Grand Hotel Astoria wird zum Schauplatz der vierten Ausgabe der art:badgastein. Die historischen Zimmer, Salons und Säle werden in diesem Jahr von 12 ausgewählten Galerien bespielt und in atmosphärische Räume voller Spannung, Haltung und neuer Konstellationen verwandelt.
Künstlerinnen
Annette Streyl
... arbeitet als Bildhauerin im klassischen wie zeitgenössischen Sinne und benutzt verschiedene Techniken und Werkstoffe für ihre Auseinandersetzung mit dem Menschen und seiner natürlichen und gebauten Umgebung. Durch ihre breite Ausbildung im Bereich der Bildhauerei sowohl als Steinmetzin als auch als Meister- schülerin von Franz Erhard Walther deckt sie verschiedenste Aspekte von dreidimen- sionaler Gestaltung ab.
»Konsequent beschäftigt sie sich mit architektur- und kunsthistorischen Themen und Vorbildern, die sie aus dem urbanen oder ikonografischen Wahrnehmungszusammenhang herauslöst und durch paradoxe Größen- oder Materialverschiebungen oder überraschende Kombinationen in die Gegenwart transponiert und zu neuen, eigenständigen Bildwerken umformt.
In einem gegenläufigen Verfahren wird bei Streyl Großes klein und Hartes weich, Altes neu oder genau umgekehrt. In jedem Fall überrascht es. Alltägliche Gegenstände wie ein Geschirrhandtuch werden in unvergänglichem Marmor gehauen und damit nobilitiert, während ›Erhabenes‹ wie eine antike Säule vom Sockel gestoßen und in Pappe nachgeformt wird« (Esther Sairally, M.A.).
Alex Ewerth
Ausgangspunkt ihrer Arbeiten ist das Experiment, das mit seinem offenen Ausgang ständige Inspirationsquelle ist. Die Suche nach einer weiteren Ebene hinter der sichtbaren Welt und die Herausforderung, diese darzustellen steht im Zentrum der Arbeit der Hamburger Künstlerin.
In diesem Zusammenhang beschäftigt Sie sich mit den Fragen zur Zerrissenheit des Menschen - in der Ambivalenz von Ordnung und Wandel. Alex Ewerth arbeitet in den Medien Malerei, Mixed Media, Zeichnung, Fotografie und Installation.
Sie lebt und arbeitet in Hamburg.
Magda Krawcewicz, 1978 in Gorzów Wielkopolski, Polen, geboren, führt uns mit zarten Linien, Farbschichten und Gebilden leicht und sinnlich in archetypische mystische Vorstellungswelten. Alle ihre Arbeiten, Malerei sowie Skulpturen - scheinen von etwas Fluidem getragen zu sein, das Übergänge möglich macht und Figürlichkeit in der Schwebe lässt. Die Künstlerin greift auf uralte Symbole zurück, und spricht damit das Unterbewusstsein und kollektive Gedächtnis an.
In den lasierenden Schichten fließen die Figuren zusammen und verschwinden zugleich. Es ist die Rätselhaftigkeit der Welt, die Menschen seit Urzeiten dazu veranlasst hat, zu versuchen sie in Mythen zu erklären, Magda Krawcewicz findet daran anknüpfend Bilder voller zarter aber auch bestürzender Poesie.
Vernissage und Opening Wochenende: 02 – 05. Juli 2026